SCHULFILME.TV

Im Sinne des Vereinszwecks möchten wir möglichst vielen Schülern und Schülerinnen einen selbstbestimmten Zugang zum Medium Film und Fernsehen eröffnen.

Den beiden Gedanken folgend: was soll über meine Schule gesagt werden und was will ich, dass mit meiner Schule (und damit auch mit mir) verbunden wird, eröffnet VsUM eine Video Plattform – schulfilme.tv – in der Schüler und Schülerinnen der achten Schulstufe (also im Alter von dreizehn bis vierzehn Jahren) ihre Schulen porträtieren.

Auf dieser Plattform im Internet werden diese Filme öffentlich zugänglich und damit auch vergleichbar – sowohl was deren Informationswert angeht, als auch deren künstlerische Qualität betrifft.

Teilnahmeberechtigt sind all jene Schulen und Schüler, die bereit sind einen gewissen journalistischen „Aufgabenkatalog“ zu beachten.

Konzept und Drehbuch sollen die Schüler selbst entwickeln.
Dem Redaktionsteam der jeweiligen Schüler wird ein Student einer Filmschule und – falls in der Schule nicht vorhanden – auch das Grundequipment für einen Dreh beigestellt.

Die Postproduktion der Filme findet in einer Filmproduktionsfirma und mit einem Filmstudenten als Cutter statt.

Ein Film mit max. fünfzehn Minuten Länge soll entwickelt werden.
Davon darf lediglich die Hälfte aus Interviews bestehen.
Es geht also nicht nur um eine journalistische, sondern auch um eine künstlerische Auseinandersetzung mit dem Medium „Bewegtbild“.
Ein „Konzentrat“ in Länge von 2´30´ soll ebenfalls hergestellt werden.
Die Schüler leiten die Redaktion, aber Eltern, Lehrer und Absolventen der Schule sollten in den Filmen vorkommen.
Eine Fachjury aus Journalisten und Medienexperten vergibt im Frühsommer zum Schulschluss 2017 im Zuge einer eigenen Veranstaltung Preise an herausragende Produktionen.

VsUM ist dabei Patenschaften für diese Schulfilme zu lukrieren.
Insbesondere die Schulbetreiber, aber auch Absolventen- und Elternvereine wollen wir dafür interessieren.
Die preisgekrönten Filme werden dann auch im TV laufen.

Zeitplan:
Ausschreibung bis inklusive Oktober 2016
Drehbuch- und Projektentwicklung (inklusive entsprechender Patenschaftssuche) bis Ende 2016
Einzelne Pilotprojekte bereits im Wintersemester, also noch 2016
Die allgemeine Drehzeit und die Postproduktion von Jänner 2017 bis inklusive Mai 2017
Jurysitzung Anfang Juni
Preisverleihung Mitte / Ende Juni 2017

Einige erste Gedanken zu den inhaltlichen Vorgaben:

„Audiatur altera pars“, oder auch „Wer, Was, Wann, Wieso und Warum“ als zwei der maßgeblichen journalistischen Pflichtkriterien müssen nachweislich erfüllt werden.

Alle rechtlichen Voraussetzungen mit den Protagonisten der Filme müssen so geklärt werden, als ob eine Ausstrahlung auch im TV geplant wäre.

Darüber hinaus wird ein Pflichtenheft vorgegeben, was in den Filmen als Information auch tatsächlich geleistet werden soll:
Jede Schule erarbeitet einen Film über ihre eigene Schule.
Eine optische und akustische Vorstellung des Gebäudes und der Schulatmosphäre selbst.
Es soll besser nicht erzählt werden, wie die Stimmung sich darstellt, sondern visuell und auf der Tonebene nachvollziehbar gemacht werden.
Emotionen prägen Filme und sollen beim Betrachter ausgelöst werden.

Ein Schwerpunkt des Projektes wird außerdem in der dramaturgischen und fachlichen Begleitung der Bucherstellung und des gesamten Herstellungsprozesses liegen.

Wie kann man Informationen nonverbal transportieren?
Was hat die Kameraführung für eine Bedeutung?
Welche Musik erzählt was?
Wie stellen sich Farben und Grafik im Laufe eines Films als Informations- und Emotionsquelle dar?
Was zeige ich und was zeige ich nicht?
Wie sieht es mit dem Verhältnis von Großaufnahmen und „Establishing Shots“ aus?
Der Einsatz von Archivmaterial oder alten Fotos?
Wie und wodurch stelle ich Menschen vor, ohne dass sie etwas sprechen müssen? Die Bedeutung von Kleidung, Frisur, Accessoires, der mitgebrachten Jause…
Wie übersetzt man Emotionen, bzw wie stellt man Gefühle dar?
Freude, Einsamkeit, Nervosität, Solidarität,…
Warum sind Protagonisten in Bewegtbildformaten (im TV oder via You Tube) so oft Rolemodels?
Was ist Humor?  Wo sind die Grenzen von Humor?
Was ist Scham? Wo ist die Grenze der Berichterstattung? Auch in Schulklassen, was darf ich vom anderen nicht veröffentlichen?
Wird in der Schule gemobbt?
Wieviele Sprachen werden in den Familien der Kinder zuhause gesprochen?
Wird Barrierefreiheit / Inklusion im Alltag gelebt?
Sind ehemalige Schüler der Schule noch verbunden?
Gewalt in der Schule – Was ist Gewalt und wo beginnt diese?
Die Bedeutung von Noten und Leistung und das Image von Schülern, die gute und von Schülern, die schlechte Noten haben?
Wie hoch ist der Stellenwert ethischer Fragen im Unterricht?
Gibt es ein Schulorchester, einen Chor?
Sport im Vergleich mit anderen Schulen?
Gibt es Angebote, wie Fotografie, Film oder Journalismus?
Erscheint in der Schule regelmäßig eine Schülerzeitung?
Wie ist der Umgang mit Medien? Gibt es Medienerziehung? Wird auf den Alltag mit Handys, Apps und Internet Bezug genommen?
Haben die Medien mit den oben gestellten Fragen, wie nach Mobbing, etc etwas zu tun?
Erwartungen an das Leben nach der Schule?
Hoffnungen und Wünsche an die Lehrer und an die Eltern?

Der Film sollte damit enden, wie eine Vision der Schule für das Jahr 2030 aussehen soll.

Impressum
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